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G7.1 Strassenverkehrsunfälle mit Personenschaden pro 1'000 Einwohner

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Abnehmen oder halten

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2000 Seit 2014
Die Strassenverkehrsunfälle mit Personenschaden pro 1‘000 Einwohner nehmen ab.

Aussagekraft

Der Indikator misst die Unfallhäufigkeit mit Leichtverletzten, Schwerverletzten und getöteten Personen im Strassenverkehr. Je mehr Unfälle mit Personenschaden es im Strassenverkehr gibt, umso niedriger ist die Sicherheit, sich im Strassenverkehr unverletzt zu bewegen.

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Die Zahl der Strassenverkehrsunfälle mit Personenschaden pro 1‘000 Einwohner nimmt kontinuierlich ab. Im Jahr 2015 wurden 598 Strassenverkehrsunfälle mit Personenschaden registriert. So wenige hatte es zuletzt im Jahr 1996 gegeben. Dies ist vor allem auf einen Rückgang der Unfälle mit leicht Verletzten zurückzuführen.
Die Zahl der Strassenverkehrsunfälle mit Schwerverletzten und Getöteten hat in den vergangenen 15 Jahren ebenfalls abgenommen. Zuletzt, im Jahr 2015, wurde ein Anstieg ausgewiesen, was jedoch u. a. mit der Einführung des siebenstufigen NACA-Codes (National Advisory Committee for Aeronautics) zusammenhängt. Seit 1.1.2015 wird das Verletzungsbild am Unfallort durch den Notarzt oder einen Rettungssanitäter beurteilt (nicht wie bisher durch die Kantonspolizei). Aufgrund dieser Beurteilung erfolgt die Einteilung gemäss NACA-Codes. Diese Änderung ermöglicht eine exaktere Einordnung der Verletzungen.
Langfristig betrachtet nimmt die Sicherheit auf den Thurgauer Strassen zu. Dies auch vor dem Hintergrund, dass das Verkehrsaufkommen jährlich um rund 1 % zunimmt.

Definition

Anzahl Verkehrsunfälle mit Personenschaden pro 1‘000 Einwohner (ständige Wohnbevölkerung am 31.12.).
Betrachtet werden nur polizeilich bearbeitete Verkehrsunfälle.
Als leichte Verletzung gelten geringe Beeinträchtigungen wie oberflächliche Hautverletzungen ohne nennenswerten Blutverlust, leichte Einschränkung der Bewegungen, die aber das Verlassen der Unfallstelle aus eigener Kraft erlaubt. Möglicherweise ist eine ambulante Behandlung im Spital oder durch den Arzt nötig.
Als schwere Verletzung gilt eine schwere, sichtbare Beeinträchtigung, die normale Aktivitäten zu Hause für mindestens 24 Stunden verhindert (z. B. Bewusstlosigkeit oder Knochenbruch oder Spitalaufenthalt von mehr als 1 Tag).

Grenzen der Aussagekraft

Betrachtet werden nicht die verunfallten Thurgauerinnen und Thurgauer, sondern die Unfälle auf dem Kantonsgebiet. Starker Durchgangsverkehr und die Dichte der Fahrzeuge beeinflussen zudem das Ergebnis.

Verwandte Indikatoren

G7.2.a Gewaltstraftaten pro 100'000 Einwohner
G7.2.b Diebstahldelikte pro 1'000 Einwohner
U3.2 Durchschnittlicher täglicher Verkehr
Kontextindikatoren "Gesellschaft"

Weitere Informationen

Kantonspolizei Kanton Thurgau
Verkehrsunfallstatistiken

Bundesamt für Statistik
Strassenverkehrsunfälle und verunfallte Personen

Wikipedia
NACA-Score