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G2.2.c Anteil Frauen in politischen Ämtern

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Zunehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2000 Seit 2014
Im Grossen Rat hat sich der Frauenanteil seit 2000 nur minim erhöht. Im Regierungsrat sind seit 2008 eines, seit 2014 zwei und seit 2015 drei der fünf Mitglieder Frauen. Bei den Gemeindebehörden sind aufgrund der Datenlage noch keine Aussagen zur Entwicklung möglich.

 

Aussagekraft

Der Indikator zeigt, wie stark Frauen in politischen Ämtern vertreten sind und damit in der Exekutive und Legislative mitgestalten und mitentscheiden. 

 

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Im Grossen Rat ist der Frauenanteil von 25,4 % im Jahr 2000 bis auf 30,8 % im Jahr 2004 gestiegen, seither ist er wieder rückläufig und lag 2016 bei 26,2 %. Im Regierungsrat erhöhte sich der Frauenanteil deutlich: im Jahr 2000 war keines der fünf Mitglieder weiblich, 2016 waren es drei. Bei den übrigen Behörden ist noch keine Aussage zur Entwicklung des Frauenanteils möglich, da ihre Zusammensetzung 2015 erstmals erhoben wurde.

Inklusive Behörden der Politischen Gemeinden und der Schulgemeinden liegt der Anteil Frauen in politischen Ämtern im Jahr 2016 bei 33,4 %. Während im Regierungsrat drei von fünf Mitgliedern Frauen sind, dominieren in allen übrigen politischen Ämtern die Männer. Am stärksten sind Frauen mit einem Anteil von 43,5 % in den Schulbehörden vertreten. Im Grossen Rat beträgt ihr Anteil 26,2 %, in den Politischen Gemeinden 25,4 %.
Es ist geplant, künftig auch die Kirchenvorsteherschaften in den Indikator einzubeziehen.

Definition

Anteil der Frauen in politischen Ämtern (Grosser Rat, Regierungsrat, Gemeinderat der Politischen Gemeinden, Schulbehörden) an der Gesamtzahl der Mandate.
Da für den Frauenanteil in den Gemeindebehörden noch keine Zeitreihe vorliegt, bezieht sich die Beurteilung der Entwicklungsrichtung vorerst nur auf den Frauenanteil im Grossen Rat und im Regierungsrat.
Es ist geplant, künftig auch den Frauenanteil der Kirchenvorsteherschaften einzubeziehen.

Grenzen der Aussagekraft

Unterschiedliche Anteile von Frauen und Männern in politischen Ämtern können auch durch unterschiedliche Präferenzen bedingt sein und sind nicht notwendigerweise Ausdruck mangelnder Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit.

Verwandte Indikatoren

G2.2.a Lohnunterschiede nach Geschlecht
G2.2.b Anteil Frauen in Kaderpositionen
G6.1 Wahlbeteiligung an Grossratswahlen
Kontextindikatoren "Gesellschaft"

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik
Wahlen