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G2.2.c Anteil Frauen in politischen Ämtern

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Zunehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2000 Seit 2016

Im Grossen Rat hat sich der Frauenanteil seit 2000 nur minim erhöht. Im Regierungsrat sind seit 2008 eines, seit 2014 zwei und seit 2015 drei der fünf Mitglieder Frauen. Nach den letzten Gesamterneuerungswahlen der Gemeindebehörden (Politische Gemeinden, Schulgemeinden) hat sich der Frauenanteil nicht wesentlich verändert.

Aussagekraft

Der Indikator zeigt, wie stark Frauen in politischen Ämtern vertreten sind und damit in der Exekutive und Legislative mitgestalten und mitentscheiden. 

 

 

 

 

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Im Grossen Rat ist der Frauenanteil von 25,4 % im Jahr 2000 bis auf 30,8 % im Jahr 2004 gestiegen, seither ist er wieder rückläufig und liegt seit 2016 bei 26,2 %. Im Regierungsrat erhöhte sich der Frauenanteil deutlich: im Jahr 2000 war keines der fünf Mitglieder weiblich, seit 2016 sind es drei. Bei den übrigen Behörden ist noch keine Aussage zur längerfristigen Entwicklung des Frauenanteils möglich, da ihre Zusammensetzung in den Jahren 2015/2016 erstmals erhoben wurde. Seit 2016 hat sich die Situation jedoch nicht wesentlich verändert.
Inklusive Behörden der Politischen Gemeinden, der Schulgemeinden sowie der Kirchenvorsteherschaften der evangelischen und katholischen Kirchgemeinden (Landeskirche) liegt der Anteil Frauen in politischen Ämtern im Jahr 2019 bei rund 40 %. Mehr Frauen als Männer sind im Regierungsrat (drei von fünf Mitgliedern) und in den evangelischen Kirchenvorsteherschaften (56 %) vertreten.
In den übrigen politischen Ämtern dominieren die Männer: In den katholischen Kirchenvorsteherschaften liegt der Frauenanteil bei 41 %, im Grossen Rat bei 26 %, in den Exekutivbehörden der Politischen Gemeinden bei 24 %.

Definition

Anteil der Frauen in politischen Ämtern (Grosser Rat, Regierungsrat, Exekutivbehörden der Politischen Gemeinden, Schulbehörden, evangelische und katholische Kirchenvorsteherschaften) an der Gesamtzahl der Mandate. Ersatzwahlen bleiben unberücksichtigt; es wird der Stand der Gesamterneuerungswahlen ausgewiesen (Ausnahme: Beim Regierungsrat werden auch die Ersatzwahlen berücksichtigt).
Da für den Frauenanteil in den Gemeindebehörden noch keine Zeitreihe vorliegt, bezieht sich die langfristige Beurteilung der Entwicklungsrichtung vorerst nur auf den Frauenanteil im Grossen Rat und im Regierungsrat.
Die absolute Zahl in politischen Ämtern ist recht klein. Deshalb können bereits wenige zusätzliche (bzw. wegfallende Mandate), die durch Frauen gehalten werden, zu nennenswerten Veränderungen des Frauenanteils führen. Aus diesem Grund wird eine Veränderung des Frauenanteils erst als „wesentlich“ eingestuft, wenn die durchschnittliche jährliche Veränderungsrate mehr als 2 % beträgt.

Grenzen der Aussagekraft

Unterschiedliche Anteile von Frauen und Männern in politischen Ämtern können auch durch unterschiedliche Präferenzen bedingt sein und sind nicht notwendigerweise Ausdruck mangelnder Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit.

Verwandte Indikatoren

G2.2.a Lohnunterschiede nach Geschlecht
G2.2.b Anteil Frauen in Kaderpositionen
G6.1 Wahlbeteiligung an Grossratswahlen
Kontextindikatoren "Gesellschaft"

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik
Wahlen