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Kontextindikatoren Gesellschaft

Bevölkerung wächst langsamer

Im Jahr 2017 hatte der Kanton Thurgau 272‘780 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies sind rund 3‘050 Personen mehr als im Vorjahr. Das Bevölkerungswachstum ist mit 1,1 % nach wie vor stattlich, aber etwas weniger ausgeprägt als noch in den Vorjahren. Vor allem die ausländische Bevölkerung wächst etwas langsamer.

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Bevölkerungsstand


Zuwanderung aus Ausland nimmt ab

Das Bevölkerungswachstum wird stark von den Einwanderungen aus dem Ausland bestimmt. Seit 2012 nimmt die Zuwanderung aus dem Ausland per saldo etwas ab. Die Zuzüge aus anderen Kantonen fallen im Vergleich zu den Einwanderungen zwar etwas weniger ins Gewicht, sind im schweizweiten Vergleich aber ebenfalls hoch. 2016 war der Thurgau der Kanton mit der vierthöchsten Binnenzuwanderung (gemessen an der Einwohnerzahl).

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Wanderungen


Markante Zunahme der älteren Menschen

Die Thurgauer Bevölkerung wird älter. Allein in den letzten beiden Jahren ist die Zahl der über 65-Jährigen um 5,7 % gewachsen. Ihre Zahl nimmt schneller zu als jene der Gesamtbevölkerung. Innerhalb der Personen im Erwerbsalter (20-64-Jährige) sind es ebenfalls die Älteren, die zulegen (kumuliertes Wachstum von 7,6 %).
Der Anteil der jüngeren Bevölkerung schrumpft von Jahr zu Jahr, obwohl sie zahlenmässig zunehmen.

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Alter
Bevölkerungsszenarien


Mehr Paarhaushalte ohne Kinder

Im Kanton Thurgau gab es Ende 2016 116‘060 Privathaushalte. Am häufigsten kommen Einpersonenhaushalte vor.
Seit dem Jahr 2000 ist vor allem die Zahl der Haushalte gewachsen, in denen Paare ohne Kinder leben. Dies ist unter anderem auf die demografische Alterung zurückzuführen. In mehr als jedem dritten Zweipersonenhaushalt, in dem ein verheiratetes Paar zusammenlebt, sind beide Ehepartner im Pensionsalter. Paarhaushalte mit Kindern haben unterdurchschnittlich zugenommen.

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Haushalte
Haushaltsformen


Ältere Personen werden häufiger hospitalisiert

Das Risiko einer Hospitalisierung steigt mit zunehmendem Alter. Während bei den Jugendlichen unter 20 Jahren jährlich im Schnitt knapp 6 % ihrer Altersklasse in ein Akutspital überwiesen werden, sind es bei den Thurgauerinnen und Thurgauer über 85 Jahren 46 %. Im Vergleich zu 2010 ist dieser Anteil bei den über 85-Jährigen etwas gestiegen, bei den anderen Altersklassen blieb er hingegen in etwa konstant.

 

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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Krankenhäuser und Spezialkliniken


Knapp 70 % der über 90-Jährigen leben in einem Pflegeheim

Die demografische Alterung beeinflusst auch die Pflegekosten. Sieben von zehn Personen über 90 Jahren leben in einem Pflegeheim. Bei den Seniorinnen und Senioren zwischen 80 und 89 Jahren wohnt die überwiegende Mehrheit noch in den eigenen vier Wänden.

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Kennzahlen der sozialmedizinischen Institutionen


Viele Personen im Rentenalter nutzen die Spitex 

Vor allem Personen über 80 Jahre nehmen die Langzeitpflege der Spitex in Anspruch. Während zwischen 2011 und 2014 der Anteil der Personen einer Altersklasse, die die Langzeitpflege der Spitex in Anspruch nahm, sowohl bei den 65- bis 79-Jährigen als auch bei den Über-80-Jährigen zurückging, stieg er in beiden Altersklassen seit dem Jahr 2015 wieder an. Der Anstieg im Jahr 2016 ist unter anderem auf Klientinnen und Klienten zurückzuführen, die keine Grundpflege, sondern nur Abklärungs- und Beratungsleistungen in Anspruch nahmen.

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Spitex-Kennzahlen


Maturitätsquote gestiegen

Seit dem Jahr 2000 ist die Thurgauer Maturitätsquote stark gestiegen. Dies liegt vor allem am Anstieg der beruflichen Maturitätsquote. Nach einem Rückgang im Jahr 2015 stiegen im Jahr 2016 sowohl die gymnasiale als auch die Berufsmaturitätsquote.

 


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Bildungsstatistik Thurgau 


Viele Fachhochschulabschlüsse

Die Hochschulabschlussquote nahm im Jahr 2016 im Kanton Thurgau weiter leicht zu. Hinter der Steigerung stehen mehr Abschlüsse an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen, die Abschlussquote der universitären Hochschulen ging zurück.

 

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Bildungsstatistik Thurgau 


142 Polizisten pro 100‘000 Einwohner

Seit Jahren schwankt die Polizeidichte im Kanton Thurgau zwischen 140 und 150 Polizisten pro 100‘000 Einwohner. Zuletzt nahm die Polizeidichte aufgrund des Bevölkerungswachstum etwas ab.

 


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Kantonspolizei Kanton Thurgau


Einkommen etwas stärker gestiegen als in der Gesamtschweiz

Seit dem Jahr 2000 ist das steuerbare Einkommen im Mittel kontinuierlich gestiegen. Dabei war der Anstieg ausgeprägter als in der Gesamtschweiz. Im Steuerjahr 2014 kam die Hälfte der bundessteuerpflichtigen natürlichen Personen auf ein steuerbares Äquivalenzeinkommen von mehr als 29‘000 Franken, die andere Hälfte auf ein tieferes. In der Gesamtschweiz lag dieser Mittelwert (= Median) bei 28‘867 Franken.

 


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Begriffserklärungen

Eidg. Steuerverwaltung
Direkte Bundessteuer 


Steuerbare Einkommen im Vergleich zur Schweiz etwas gleichmässiger verteilt

Die steuerbaren Einkommen der Bundessteuerpflichtigen sind im Kanton Thurgau etwas gleichmässiger verteilt als in der Gesamtschweiz. Dies wird durch den Gini-Koeffizienten angezeigt (Steuerjahr 2014: TG 0,429; CH 0,505). Seit 2001 ist die Verteilung der steuerbaren Einkommen sowohl im Thurgau als auch in der Schweiz minim ungleicher geworden.

 

Der Gini-Koeffizient hat einen Wert zwischen 0 und 1. Der Extremwert 0 zeigt Gleichverteilung an (d. h., alle Steuerpflichtigen haben exakt das gleiche Einkommen). Der Extremwert 1 zeigt demgegenüber völlige Ungleichheit an (d. h., ein Steuerpflichtiger hat das gesamte Einkommen, alle übrigen hingegen kein Einkommen).


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Begriffserklärungen

Eidg. Steuerverwaltung
Direkte Bundessteuer