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Kontextindikatoren Gesellschaft

Bevölkerung wächst langsamer

Im Jahr 2018 hatte der Kanton Thurgau 275‘488 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies sind rund 2‘700 Personen oder 1,0 % mehr als im Vorjahr. Damit ist die Einwohnerzahl erneut langsamer gewachsen als in früheren Jahren. Die Zunahme ist aber immer noch recht kräftig und ausgeprägter als im gesamtschweizerischen Schnitt.
 

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Bevölkerungsstand


Weniger Zuzüge aus dem Ausland

Das Bevölkerungswachstum wird stark von den Einwanderungen aus dem Ausland bestimmt. Seit 2012 nimmt die Zuwanderung aus dem Ausland per Saldo etwas ab. Die Zuzüge aus anderen Kantonen pendeln sich etwas ein. Im schweizweiten Vergleich verzeichnete 2017 der Thurgau die zweithöchste Binnenzuwanderung (gemessen an der Einwohnerzahl).

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Wanderungen


Markante Zunahme der älteren Menschen

Die Thurgauer Bevölkerung wird älter. In den letzten drei Jahren ist die Zahl der über 65-Jährigen um 9,3 % gewachsen. Ihre Zahl nimmt schneller zu als jene der Gesamtbevölkerung (3,4 %) und auch jene der unter 20-Jährigen (2,0 %).
Der Anteil der über 65-Jährigen betrug im Jahr 2018 17,7 %. 2010 waren es gut 15 % gewesen. Während der Anteil der älteren Bevölkerung zunimmt, schrumpft jener der jüngeren Bevölkerung. Zwischen 2010 und 2018 ging dieser von 22 % auf 20,3 % zurück.

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Alter
Bevölkerungsszenarien


Mehr Alleinlebende

Die Zahl der Haushalte hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, deutlich stärker als die Bevölkerung. Ende 2017 gab es im Kanton Thurgau rund 118‘100 Privathaushalte. Dies sind 1,8 % oder 2‘059 Haushalte mehr als im Vorjahr.
Seit 2015 ist die Zahl der Einpersonenhaushalte (wieder) auf dem Vormarsch. Davor haben Zweipersonenhaushalte mehrere Jahre deutlich zugelegt. Dies war auf unter anderem auf die gestiegene Zahl „älterer“ Paarhaushalte ohne Kinder zurückzuführen.
2017 betrug die durchschnittliche Haushaltsgrösse 2,29 Personen..

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Haushalte (Anzahl und Grössenstruktur)
Familien, Haushaltsformen


Ältere Personen werden häufiger hospitalisiert

Das Risiko einer Hospitalisierung steigt mit zunehmendem Alter. Während bei den Jugendlichen unter 20 Jahren jährlich im Schnitt knapp 6 % ihrer Altersklasse in ein Akutspital überwiesen werden, sind es bei den Thurgauerinnen und Thurgauer über 85 Jahren 46 %. Im Vergleich zu 2010 ist dieser Anteil bei den über 85-Jährigen etwas gestiegen, bei den anderen Altersklassen blieb er hingegen in etwa konstant.

 

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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Krankenhäuser und Spezialkliniken


Gut 70 % der über 90-Jährigen leben in einem Pflegeheim

Die demografische Alterung beeinflusst auch die Pflegekosten. Sieben von zehn Personen über 90 Jahren leben in einem Pflegeheim. Bei den Seniorinnen und Senioren zwischen 80 und 89 Jahren wohnt die überwiegende Mehrheit noch in den eigenen vier Wänden.

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Kennzahlen der sozialmedizinischen Institutionen


Viele Personen im Rentenalter nutzen die Spitex 

Mit zunehmendem Alter steigt der Pflegebedarf. Viele Menschen im Rentenalter nutzen dabei die Spitex: Gut jede vierte Person über 80 Jahre nimmt Langzeitpflege in Anspruch. Bei den 65- bis 79-Jährigen ist es noch nicht einmal jede zehnte.

 


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Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Spitex-Kennzahlen


Maturitätsquote gestiegen

Seit dem Jahr 2000 ist die Thurgauer Maturitätsquote stark gestiegen. Dies liegt vor allem am Anstieg der beruflichen Maturitätsquote.
Diese konnte auch im Vergleich mit der Quote im Jahr 2015 wieder zulegen, während die gymnasiale Maturitätsquote in etwa stabil blieb.

 


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Bildungsstatistik Thurgau 


Viele Fachhochschulabschlüsse

Die Hochschulabschlussquote nahm im Jahr 2017 im Kanton Thurgau erneut leicht zu. Hinter der Steigerung stehen sowohl mehr Abschlüsse an universitären Hochschulen als auch an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen.

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Bildungsstatistik Thurgau 


141 Polizisten pro 100‘000 Einwohner

Seit Jahren schwankt die Polizeidichte im Kanton Thurgau zwischen 140 und 150 Polizisten pro 100‘000 Einwohner. Zuletzt nahm die Polizeidichte aufgrund des Bevölkerungswachstum etwas ab.

 


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Kantonspolizei Kanton Thurgau


Einkommen etwas stärker gestiegen als in der Gesamtschweiz

Seit dem Jahr 2000 ist das steuerbare Einkommen im Mittel kontinuierlich gestiegen. Dabei war der Anstieg ausgeprägter als in der Gesamtschweiz. Im Steuerjahr 2015 kam die Hälfte der bundessteuerpflichtigen natürlichen Personen auf ein steuerbares Äquivalenzeinkommen von mehr als gut 29‘000 Franken, die andere Hälfte auf ein tieferes. In der Gesamtschweiz lag dieser Mittelwert (= Median) leicht darunter.

 


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Begriffserklärungen

Eidg. Steuerverwaltung
Direkte Bundessteuer 


Steuerbare Einkommen im Vergleich zur Schweiz etwas gleichmässiger verteilt

Die steuerbaren Einkommen der Bundessteuerpflichtigen sind im Kanton Thurgau etwas gleichmässiger verteilt als in der Gesamtschweiz. Dies wird durch den Gini-Koeffizienten angezeigt (Steuerjahr 2015: TG 0,438; CH 0,504). Seit 2001 ist die Verteilung der steuerbaren Einkommen sowohl im Thurgau als auch in der Schweiz minim ungleicher geworden.

 

Der Gini-Koeffizient hat einen Wert zwischen 0 und 1. Der Extremwert 0 zeigt Gleichverteilung an (d. h., alle Steuerpflichtigen haben exakt das gleiche Einkommen). Der Extremwert 1 zeigt demgegenüber völlige Ungleichheit an (d. h., ein Steuerpflichtiger hat das gesamte Einkommen, alle übrigen hingegen kein Einkommen).


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Begriffserklärungen

Eidg. Steuerverwaltung
Direkte Bundessteuer