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G1.1 Anteil Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Abnehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2000 Seit 2015

Der Anteil der Personen, welcher höchstens über einen obligatorischen Schulbildungsabschluss verfügt, hat seit 2000 deutlich abgenommen. Seit 2015 ist der Rückgang nicht wesentlich.

Aussagekraft

Der Indikator zeigt, wie sich der Anteil der Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss entwickelt. In einer wissensbasierten Gesellschaft und Wirtschaft ist der Erwerb einer nachobligatorischen Ausbildung wichtig, um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen. Für die Wirtschaft bedeutet ein höheres Humankapital die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften. Für den Einzelnen kann Wissen zudem ein Schlüssel für die persönliche Entfaltung sein.

 

Daten rund um den Indikator.xlsx

Kommentar

15 % der im Thurgau ansässigen 25- bis 64-jährigen Wohnbevölkerung verfügten 2016 über keine Berufslehre oder sonstige weiterführende Ausbildung, sondern haben lediglich die obligatorische Schulbildung absolviert. In der Tendenz nimmt der Anteil dieser Personengruppe ab. In den Jahren 2010/2012  hatten 17 % der 25- bis 64-Jährigen höchstens einen Sekundarstufen-1-Abschluss in der Tasche. Im Jahr 2000 war der Anteil mit 24 % noch deutlich höher gewesen.

Seit 2000 sank nicht nur der Anteil, sondern auch die absolute Zahl der Personen, die höchstens einen Sekundarstufen-1-Abschluss haben, und dies trotz des Bevölkerungswachstums. Seit 2000 hat vor allem die Wohnbevölkerung mit Tertiärabschluss zugenommen. Ihr Anteil stieg zwischen den Jahren 2000 und 2016 von 18 % auf über 30 %.  Die absolute Personenzahl mit einem Tertiärabschluss hat sich verdoppelt.
Insgesamt zeigt sich, dass die ältere Bevölkerung (55- bis 64-Jährige) öfter nur einen obligatorischen Schulabschluss hat als die jüngere Bevölkerung (25- bis 34-Jährige).

Definition

Anteil der 25- bis 64-Jährigen, die höchstens über einen Abschluss auf der Sekundarstufe 1 verfügen, an der ständigen Wohnbevölkerung.

Grenzen der Aussagekraft

Eine erfolgreiche Berufslaufbahn und ein erfülltes Leben setzen nicht notwendigerweise einen hohen Bildungsabschluss voraus.

Verwandte Indikatoren

G2.1 Bildungsunterschiede nach Migrationshintergrund
W2.1.b Anteil von Studierenden in MINT-Fächern 
Kontextindikatoren "Gesellschaft"

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Strukturerhebungen (zur Erhebung)

Bildungsstatistik Thurgau

Bundesamt für Statistik
Bildung und Wissenschaft