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W2.1.b Anteil von Studierenden in MINT-Fächern

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Zunehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2000 Seit 2014
Im Jahr 2015 studierten etwas mehr Studentinnen und Studenten ein MINT-Fach als noch im Jahr 2014. Seit 2000 hat sich der Anteil von Studierenden in MINT-Fächern an der Gesamtzahl der Thurgauer Studentinnen und Studenten jedoch nicht wesentlich verändert. gelb grün

Aussagekraft

Die technologische Entwicklung erhöht den Bedarf der Unternehmen an MINT-Fachkräften. Je mehr Studierende in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) ausgebildet werden, desto besser kann der Bedarf der Thurgauer Unternehmen gedeckt werden, und desto weniger sind die Unternehmen auf den Zuzug von MINT-Fachkräften angewiesen.

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Der Anteil der Thurgauer Studierenden in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) an allen Studienfächern stieg geringfügig von 32,3 % im Jahr 2014 auf 32,5 % im Jahr 2015.
Im Jahr 2000 hatte der Anteil bei 34 % gelegen. Danach verringerte er sich bis 2009 auf knapp 30 %. Der Rückgang hing vor allem mit dem schnelleren Wachstum der Studierenden in anderen Studienfächern zusammen. Seit 2009 nehmen MINT-Studierende wieder stärker als die Gesamtzahl der Studierenden zu.
Ein Viertel der Thurgauer MINT-Studierenden sind Frauen. Betrachtet man alle Studienfächer, so liegt dort der Frauenanteil mit 48 % deutlich höher.

Definition

Anteil Studierender der universitären Hochschulen und der Fachhochschulen auf den Stufen Lizenziat/Diplom, Bachelor, Master und Doktorat (ohne Studierende in Weiterbildung) mit einem Studienfach im MINT-Bereich (Mathematik - Informatik - Naturwissenschaften - Technik) an allen Studierenden mit Wohnkanton Thurgau vor Studienbeginn.
Zu den MINT-Fächern zählen Informatik, Technik (z.B. Elektro- und Maschineningenieurwesen, Mikrotechnik), Bauwesen (z.B. Bauingenieurwesen, Architektur), Chemie und Life Sciences (z.B. Chemie, Biologie, Pharmazie) und Andere (z.B. Erdwissenschaften, Geografie, Mathematik, Physik). Die genaue Zusammensetzung der MINT-Fachbereiche erfolgt gemäss Definition des BFS.

Grenzen der Aussagekraft

Mangels Typologie fehlt im vorliegenden Indikator die Höhere Berufsbildung, die ebenfalls Studiengänge im MINT-Bereich anbietet.
Ein Studium in einem MINT-Fach garantiert noch nicht für eine spätere Erwerbstätigkeit in der MINT-Branche. So sind überdurchschnittlich viele in einem MINT-Fach ausgebildete Personen in einer fachfremden Berufsgruppe tätig (vgl. Mangel an MINT-Fachkräften in der Schweiz, Bericht des Bundesrates, August 2010, S. 27).
Auch Fachkräfte ausserhalb des MINT-Bereichs (beispielsweise erfahrene Berufsleute ohne Tertiärbildung) werden von der Wirtschaft stark nachgefragt.

Verwandte Indikatoren

G1.1 Anteil Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss
W2.2a Anteil der Beschäftigten in High-Tech-Branchen
W2.2b Anteil der Beschäftigten in Spitzentechnologie nutzenden wissensintensiven Dienstleistungen

Weitere Informationen

Bildungsstatistik Kanton Thurgau

Bundesamt für Statistik
Bildung