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U1.1 Siedlungsfläche pro Einwohner

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Abnehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 1996 Seit 2016
Die Siedlungsfläche pro Einwohner blieb zwischen 1996 und 2016/2017 in etwa konstant. gelb grau

Aussagekraft

Der Indikator zeigt den Flächenverbrauch pro Einwohner für Wohnen, Arbeit, Verkehr, Ver-/ Entsorgung und Erholung. Zusammen mit einer wachsenden Bevölkerung bewirkt eine Zunahme der Siedlungsfläche pro Einwohner eine zunehmende Zersiedelung der Landschaft.

 

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Die Siedlungsfläche pro Einwohner war 2016/17 etwa gleich hoch wie 1996. Im Jahr 2016/17 "verbrauchten" Herr und Frau Thurgauer durchschnittlich 479 m2  Siedlungsfläche, 1996 waren es 487 m2. Die absolute Siedlungsfläche hat zwar zwischen 1996 und 2016/2017 um 20 % zugenommen. Da jedoch die Bevölkerung etwa gleich stark wuchs, blieb die Siedlungsfläche pro Einwohner konstant.
In der jüngeren Vergangenheit - zwischen 2016/17 und 2007/08 -  nahm die Siedlungsfläche pro Einwohner leicht ab. Zu dieser Entwicklung dürfte das verdichtete Bauen und der vermehrte Bau von Mehrfamilienhäusern beigetragen haben.
Bei den zwischen 1996 und 2016/2017 entstandenen Siedlungsflächen handelt es sich zu über zwei Drittel um Gebäudeflächen (vor allem für Wohngebäude), zu 13 % um Verkehrs- und zu 15 % um Industrieflächen. Die Zunahme der Siedlungsfläche geschah zum grössten Teil auf Kosten der Landwirtschaftsfläche. Seit 1996 hat sich diese um fast 2‘220 ha (- 4,2 %) verringert.

Definition

Siedlungsfläche pro Einwohner in Quadratmeter:
Die Siedlungsfläche gemäss Standardnomenklatur Arealstatistik des BFS (NOAS04) umfasst Gebäudeareale, Industrieareale, besondere Siedlungsflächen (Ver- und Entsorgungsanlagen, Abbau- und Deponieflächen, Baustellen), Erholungs- und Grünanlagen sowie Verkehrsflächen.

Die Siedlungsfläche wird in der Arealstatistik des Bundesamtes für Statistik anders definiert als das Siedlungsgebiet im kantonalen Richtplan des Kantons Thurgau.

Einwohner: Ständige Wohnbevölkerung gemäss BFS

Grenzen der Aussagekraft

Die Arealstatistik basiert auf einer Punktstichprobenerhebung auf Luftbildern des Bundesamts für Landestopographie. Stichprobenpunkte im Abstand 100 x100 m. Der Stichprobenfehler ist umso grösser, je kleiner die betrachtete Fläche ist. Bei Flächen von 100 ha beträgt er rund +/- 20 ha.

Verwandte Indikatoren

U3.1 Fläche wertvoller Naturräume
W1.2.a Anzahl Arbeitsplätze
Kontextindikatoren "Gesellschaft"

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Flächenbedeckung und -nutzung

Bundesamt für Statistik
Arealstatistik