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U1.2.b Fliessgewässerqualität

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Zunehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2001 Seit 2014
Der Anteil der Messpunkte mit den Ausprägungen "sehr gut" und "gut" im Verhältnis zur Gesamtzahl der Messpunkte hat sowohl seit 2001 als auch seit 2014 zugenommen. grün grün

Aussagekraft

Sauberes Wasser ist eines der zentralen Elemente unseres Lebens. Die Gewässerqualität zeigt den Grad der Belastung, welche durch zivilisatorische Tätigkeit (wie z.B. Landwirtschaft oder Siedlungsentwässerung) verursacht wird. Sie ist ein Indikator, wie sorgfältig wir mit dieser Lebensgrundlage umgehen.

 

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Der Anteil der Fliessgewässer mit einer guten und sehr guten Wasserqualität lag in den letzten Jahren stabil bei ungefähr 60 %. Geringfügige Schwankungen von Jahr zu Jahr werden durch meteorologische Bedingungen verursacht. In trockenen Jahren sind Fliessgewässer einer deutlich geringeren diffusen Belastung ausgesetzt (d.h. Belastungen, deren Quelle man örtlich nicht eindeutig zuordnen kann) als in Jahren mit erhöhtem Niederschlag.

Zu Beginn der Messungen wiesen rund 15 % der untersuchten Fliessgewässer eine unbefriedigende oder schlechte Wasserqualität auf. Hier ist eine deutliche Besserung eingetreten. In den letzten Jahren betrug ihr Anteil lediglich noch 5 %. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist der in den vergangenen Jahren stetig zunehmende Anteil an Bächen mit einer sehr guten Wasserqualität.

Definition

Grundlage des Indikators bildet die Beurteilung der Wasserqualität der Thurgauer Fliessgewässer anhand chemischer und/oder biologischer Untersuchungen. Die Beurteilung der Gewässerqualität erfolgt mittels einer Klassifizierung der Fliessgewässer in fünf Kategorien: sehr gut, gut, mässig, unbefriedigend und schlecht. Der Beurteilung liegt das Modulstufenkonzept für Fliessgewässer des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zugrunde.

Der Indikator drückt den Anteil der Messpunkte mit den Ausprägungen "sehr gut" und "gut" im Verhältnis zur Gesamtzahl der Messpunkte aus.

Für die Erhebung der Daten wurde der Thurgau in drei Einzugsgebiete aufgeteilt: Bodensee, Thur und Murg (Hinterthurgau). Pro Jahr wird ein Einzugsgebiet untersucht, das ergibt eine Untersuchung alle drei Jahre in jedem Einzugsgebiet. Der Indikator basiert jeweils auf dem fortlaufenden Mittelwert über drei Jahre (Beispiel: Der Wert des Indikators 2015 basiert auf dem Mittelwert von 2013 bis 2015). Damit sind stets alle drei Einzugsgebiete im Indikator enthalten.

Grenzen der Aussagekraft

Die Aussage bezieht sich auf eine Stelle im Gewässer. Sie gibt nur bedingt Auskunft über die Wasserqualität des gleichen Gewässers an einer anderen Stelle.

Die Wasserqualität ist zum Teil gewissen Schwankungen unterworfen. Sie wird u.a. auch durch meteorologische Bedingungen beeinflusst wie Trockenheit, die zu tiefen Wasserständen führt oder Starkniederschlag, der zu grossen Abschwemmungen in die Gewässer führt.

Verwandte Indikatoren

U1.2.a Anteil natürlicher/naturnaher und wenig beeinträchtigter Fliessgewässer
U3.1 Fläche wertvoller Naturräume
Kontextindikatoren "Umwelt"

Weitere Informationen

Amt für Umwelt Kanton Thurgau
Abteilung Gewässerqualität 

Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Modulstufenkonzept für Fliessgewässer