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W2.2a Anteil der Beschäftigten in High-Tech-Branchen

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Zunehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2001 Seit 2016
Der Anteil der Beschäftigten in "High-Tech"-Branchen ist gesunken. Aufgrund der Datenlage ist keine Aussage über die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit möglich. rot grau

Aussagekraft

Der Indikator zeigt, wie sich die Beschäftigung in "High-Tech"-Branchen entwickelt. Diese Branchen haben üblicherweise einen hohen Anteil an "F+E"-Ausgaben (F+E: Forschung und Entwicklung). Unter der Annahme, dass sich diese in Innovationen niederschlagen, begünstigt ein hoher Anteil an "High-Tech"-Branchen damit das Wachstum.

 

 

Daten rund um den Indikator

Kommentar

9 % aller Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenten) im Kanton Thurgau sind in einer Branche tätig, die zum „High-Tech“-Segment zählt. Von den rund 9‘400 Vollzeitäquivalenten in diesem Bereich entfallen 30 % auf den Maschinenbau und 24 % auf den Fahrzeugbau. Ebenfalls recht gewichtig sind die „Herstellung von elektronischen Bauelementen und Leiterplatten“ und die Herstellung von Haushaltsgeräten: sie machen je rund 10 % der Beschäftigung im „High-Tech“-Segment aus.
Der Beschäftigtenanteil in „High-Tech“-Branchen ist – wie jener des gesamten sekundären Sektors – nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 und der darauffolgenden Aufwertung des Schweizer Frankens zurückgegangen. Im Jahr 2016 nahm er erstmals wieder etwas zu. Die Industrie erholte sich allmählich von der schockartigen Aufwertung des Schweizer Frankens, welche nach der Aufhebung des Mindestkurses zum Euro im Januar 2015 eingetreten war. Zwischen 2015 und 2016 stieg die Beschäftigung in den „High-Tech“-Branchen um 220 Vollzeitäquivalente.
In der Gesamtschweiz ist der „High-Tech“-Bereich etwas weniger gewichtig als im Thurgau (im Jahr 2016: 7,5 % der Beschäftigung; ein Jahr zuvor waren es noch 7,7 % gewesen).
 

Definition

Anteil der Beschäftigung (Vollzeitäquivalente) in "High-Tech"-Branchen am Total der Beschäftigung (Vollzeitäquivalente), in Prozent.

Die Abgrenzung der Branchen, die zu "High-Tech" gehören, entspricht jener, die das BFS im Indikatorensystem "Regionale Disparitäten" verwendet.

Zu den "High-Tech"-Branchen gehören folgende Abschnitte der Branchennomenklatur NOGA 2008: 20 (Herstellung von chemischen Erzeugnissen), 21 (Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen), 25.4 (Herstellung von Waffen und Munition), 26 (Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen), 27 (Herstellung von elektrischen Ausrüstungen), 28 (Maschinenbau), 29 (Herstellung von Automobilen und Automobilteilen), 30 (Sonstiger Fahrzeugbau), 32.5 (Herstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien).

Grenzen der Aussagekraft

Es gibt auch ausserhalb der als "High-Tech" definierten Branchen solche, die die Innovationskraft begünstigen. Auf der anderen Seite gibt es auch innerhalb der als "High-Tech" definierten Branchen Unternehmen mit geringerer Innovationskraft. Das Wirtschaftswachstum wird – neben "High-Tech"-Branchen - auch durch wissensintensive Branchen im Dienstleistungssektor begünstigt.

Verwandte Indikatoren

W1.1 Bruttoinlandprodukt pro Einwohner
W2.1.b Anteil von Studierenden in MINT-Fächern

W2.2.b Anteil der Beschäftigten in Spitzentechnologie nutzenden wissensintensiven Dienstleistungen
W2.3 Neu gegründete Unternehmen
Kontextindikatoren "Wirtschaft"

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Beschäftigte, Arbeitsstätten, Unternehmen und Wirtschaftsstruktur