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W2.2.b Anteil der Beschäftigten in Spitzentechnologie nutzenden wissensintensiven Dienstleistungen

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Zunehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2001 Seit 2014
Der Anteil der Beschäftigten in Spitzentechnologie nutzenden wissensintensiven Dienstleistungen hat sich seit 2001 leicht erhöht. Im Vergleich zur Gesamtschweiz ist das Gewicht dieser Branchen im Kanton Thurgau jedoch deutlich geringer.
Aufgrund der Datenlage ist keine Aussage über die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit möglich.
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Aussagekraft

Der Indikator zeigt, wie sich die Beschäftigung in demjenigen Teil der wissensintensiven Dienstleistungen entwickelt, die Spitzentechnologie nutzen. Diese Branchen gelten als Innovationstreiber und begünstigen damit das Wirtschaftswachstum.

Daten rund um den Indikator 

Kommentar

1,8 % der Beschäftigten sind im Kanton Thurgau in Spitzentechnologie nutzenden wissensintensiven Dienstleistungsbranchen tätig. Seit 2001 ist dieser Anteil etwas gestiegen, damals waren es 1,5 % gewesen. Im Vergleich zur Gesamtschweiz ist dieses Dienstleistungssegment im Thurgau jedoch deutlich weniger stark vertreten. Gesamtschweizerisch arbeiten 3,7 % der Beschäftigten in diesem Segment, rund doppelt so viel wie im Kanton Thurgau.
Von den knapp 1‘900 Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenten), die im Thurgau in Spitzentechnologie nutzenden wissensintensiven Dienstleistungen tätig sind, entfallen etwa 70 % auf die Erbringung von IT-Dienstleistungen und ein Fünftel auf Forschung und Entwicklung (vgl. "Daten rund um den Indikator").

Definition

Anteil der Beschäftigung (Vollzeitäquivalente) in Spitzentechnologie nutzenden wissensintensiven Dienstleistungsbranchen am Total der Beschäftigung (Vollzeitäquivalente), in Prozent.
Die Abgrenzung der Branchen, die zu den Spitzentechnologie nutzenden wissensintensiven Dienstleistungen gehören, entspricht jener des Statistischen Amts der EU (Eurostat).

Eurostat unterteilt die wissensintensiven Dienstleistungen in folgende Untergruppen:
a) Spitzentechnologie nutzende wissensintensive Dienstleistungen
b) Wissensintensive marktbezogene Dienstleistungen (ohne Kredit- und Versicherungsgewerbe und Dienstleistungen mit hohem Technologieniveau)
c) Wissensintensive Finanzdienstleistungen
d) Sonstige wissensintensive Dienstleistungen
Der Indikator beschränkt sich auf die Untergruppe a (Spitzentechnologie nutzende wissensintensive Dienstleistungen). Dazu gehören folgende Abschnitte der Branchennomenklatur NOGA 2008: 59 (Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen; Kinos; Tonstudios und Verlegen von Musik), 60 (Rundfunkveranstalter), 61 (Telekommunikation), 62 (Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie), 63 (Informationsdienstleistungen), 72 (Forschung und Entwicklung).

Grenzen der Aussagekraft

Für diesen Indikator wurde eine eng abgegrenzte Branchenauswahl berücksichtigt, die auf einer Klassifikation von Eurostat basiert. Eine genaue Abgrenzung derjenigen Branchen, welche die Innovationskraft am stärksten begünstigen, ist jedoch schwierig. Entsprechend gibt es auch ausserhalb der berücksichtigten Branchen Wirtschaftszweige und Unternehmen, die sehr innovativ sind. Ebenso kann es innerhalb der berücksichtigten Branchen auch Unternehmen mit geringerer Innovationskraft geben.

Verwandte Indikatoren

W1.1 Bruttoinlandprodukt pro Einwohner
W2.1.b Anteil von Studierenden in MINT-Fächern
W2.2a Anteil der Beschäftigten in High-Tech-Branchen
W2.3 Neu gegründete Unternehmen
Kontextindikatoren "Wirtschaft"

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Beschäftigte, Arbeitsstätten, Unternehmen und Wirtschaftsstruktur