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W1.1 Bruttoinlandprodukt pro Einwohner

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Zunehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2008/2010 Seit 2014

Das reale Bruttoinlandprodukt pro Einwohner hat im Zeitraum 2008/2010* bis 2014 zugenommen. Für die Zeitperiode nach der Aufhebung der Wechselkursuntergrenze zum Euro sind noch keine Daten verfügbar.

* Durchschnitt aus drei Jahren

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Aussagekraft

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist ein Mass für die wirtschaftliche Leistung der Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Es misst die Wertschöpfung, also den Wert der im Kanton hergestellten Waren und Dienstleistungen, soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden.
Die Veränderungsrate des realen BIP ist das gebräuchlichste Mass für das Wirtschaftswachstum. Da das Wirtschaftswachstum durch das Bevölkerungswachstum begünstigt wird (z. B. über höheren Konsum, höhere Bauinvestitionen), wird das BIP pro Einwohner als Indikator verwendet. Steigt das reale BIP pro Einwohner, bedeutet dies, dass das reale BIP stärker wächst als die Bevölkerung.

Graphik:Bruttoinlandprodukt pro Kopf

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 erholte sich das reale Bruttoinlandprodukt pro Einwohner im Kanton Thurgau. Im Jahr 2014 lag es 2,1 % über dem Niveau des Jahres 2008. Das reale BIP wuchs in diesem Zeitraum also stärker als die Bevölkerung. Im Vergleich zur Schweiz war die Aufwärtsbewegung im Thurgau zwischen 2008 und 2014 etwas ausgeprägter.
Allerdings liegen Daten zum Bruttoinlandprodukt erst mit grosser zeitlicher Verzögerung vor. Es ist deshalb noch nicht bekannt, wie sich die Aufhebung der Wechselkursuntergrenze zum Euro durch die SNB am 15.1.2015 auf die Entwicklung des Thurgauer Bruttoinlandprodukts ausgewirkt hat. 
 

Definition

Reales Bruttoinlandprodukt pro Einwohner (zu konstanten Preisen), indexiert (Index Jahr 2008=100)

Grenzen der Aussagekraft

Das BIP pro Einwohner zeigt nicht, wie sich die Einkommen der Bevölkerung sowie die Einkommensverteilung entwickeln. Es ist kein Mass für das Wohlergehen der Bevölkerung.

Verwandte Indikatoren

W1.2.a Anzahl Arbeitsplätze
W1.2.b Arbeitsplatzdichte
W1.2.c Anteil Stellensuchende
W1.3 Ressourcenindex
Kontextindikatoren "Wirtschaft"

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Bruttoinlandprodukt

Bundesamt für Statistik
Bruttoinlandprodukt nach Kantonen