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W3.1.c Steuerausschöpfung relativ zum Schweizer Durchschnitt

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Abnehmen oder halten

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2008 Seit 2016
Die steuerliche Belastung hat im Kanton Thurgau stärker abgenommen als in der Gesamtschweiz. Zuletzt verkleinerte sich der Vorsprung zur Schweiz allerdings etwas. grün

Aussagekraft

Der Indikator widerspiegelt die steuerliche Belastung im Kanton Thurgau im Vergleich zum Schweizer Mittel.

Er zeigt, wie stark die steuerlich ausschöpfbare Wirtschaftskraft (Einkommen, Gewinne und Vermögenszuwachs) der Steuerpflichtigen im Kanton Thurgau im Vergleich zum Schweizer Schnitt durch Steuerabgaben belastet wird. Ein Wert von unter 100 % signalisiert eine im Vergleich zur Schweiz geringere steuerliche Ausschöpfung.

 

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Die steuerliche Belastung hat im Kanton Thurgau in den vergangenen zehn Jahren stärker abgenommen als im schweizerischen Mittel. Da der Indikator aus dem nationalen Finanzausgleich stammt, beziehen sich die Werte auf die Situation mehrere Jahre zuvor. Der Wert für das Jahr 2008 widerspiegelt die Situation der Jahre 2003-2004. Damals wurden die steuerlich abschöpfbaren Ressourcen im Thurgau stärker belastet als im gesamtschweizerischen Mittel. Seither verbesserte der Thurgau seine steuerliche Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich. Seit 2012 (bezieht sich auf Daten der Jahre 2006-2008) liegt der Steuerausschöpfungsindex bei unter 100 %, d. h., bei einer im gesamtschweizerischen Vergleich unterdurchschnittlichen Belastung.
Im Jahr 2019 (widerspiegelt die Situation in den Jahren 2013-2015) schöpften die Kantone und Gemeinden im Schweizer Durchschnitt 24,9 % ihres Ressourcenpotentials durch Fiskalabgaben aus, im Kanton Thurgau waren es nur 21,9 %. Der Kanton Thurgau lag damit in der Rangfolge der Kantone mit der niedrigsten Steuerbelastung auf Rang 10.
Der seit Jahren rückläufige Trend bei der steuerlichen Ausschöpfung im Thurgau setzte sich zuletzt nicht fort. Mit 21,9 % war die steuerliche Ausschöpfung 2019 etwas höher als 2017 und 2018. Demgegenüber hielt in der Gesamtschweiz der Abwärtstrend bei der steuerlichen Ausschöpfung auch 2018 und 2019 an.
Damit wird seit 2018 der Vorsprung, den der Thurgau bei der steuerlichen Ausschöpfung zum Schweizer Durchschnitt hat, etwas kleiner.
In der Rangfolge der Kantone büsste der Kanton Thurgau im Jahr 2019 einen Rang ein. Neu liegt er auf Rang 10 (2018: Rang 9).
 

Definition

Der Indikator ist ein Indexwert und drückt aus, wie hoch die steuerliche Ausschöpfung des Ressourcenpotentials im Kanton Thurgau in Relation zum Schweizer Mittel ist (Index: Durchschnitt Schweiz = 100):

(Steuerliche Ausschöpfung Thurgau / Steuerliche Ausschöpfung Durchschnitt Schweiz) *100

Der Steuerausschöpfungsindex wurde im Zusammenhang mit dem neuen Finanzausgleich entwickelt. Dabei entspricht die steuerliche Ausschöpfung dem Verhältnis zwischen den Steuereinnahmen eines Kantons und seiner Gemeinden und dessen Ressourcenpotential (das Ressourcenpotential widerspiegelt die steuerlich ausschöpfbare Wertschöpfung, d. h. das Steuersubstrat). Weil das Steuersubstrat von Jahr zu Jahr stark variiert, verwendet die Eidgenössische Finanzverwaltung einen dreijährigen Durchschnitt.

Grenzen der Aussagekraft

Die Entwicklung der jüngsten Vergangenheit (aktuellste drei Jahre) wird im Indikator nicht widerspiegelt. Die Daten zum Referenzjahr 2019 beziehen sich auf die Jahre 2013-2015.

Verwandte Indikatoren

W3.1.a Steuerbelastung für Unternehmen
W3.1.b Steuerbelastung für hochqualifizierte Arbeitskräfte
Kontextindikatoren "Wirtschaft"

Weitere Informationen

Eidgenössische Finanzverwaltung

Grafik: Steuerausschöpfungsindex in der Kantonsreihenfolge
Vgl. Excel-Datei