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G2.3 Anteil Personen mit Armutsgefährdung und/oder materiellen Sozialleistungen

Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Abnehmen

Tatsächliche Entwicklung

Seit 2005/2007 Seit 2015

Der Anteil der Personen mit Armutsgefährdung und/oder materiellen Sozialleistungen hat sowohl gegenüber 2005/2007* als auch gegenüber 2015 leicht zugenommen.

*Durchschnitt aus drei Jahren

Aussagekraft

Der Indikator zeigt, wie viele Personen Gruppen angehören, die ein erhöhtes Armutsrisiko haben. Oft ist dies mit sozialer Ausgrenzung verbunden.

 

 

 

Daten rund um den Indikator

Kommentar

Im Jahr 2016 waren knapp 14‘000 Personen oder 5 % der ständigen Wohnbevölkerung im Kanton Thurgau armutsgefährdet und/oder bezogen materielle Sozialleistungen. Dies sind gut 2‘300 Menschen mehr als noch im Jahr 2005. Der Anteil der betroffenen Personen an der Bevölkerung ist jedoch nur leicht gestiegen, da die ständige Wohnbevölkerung in diesem Zeitraum ebenfalls zugenommen hat.
Rund 60 % dieser Personen (2016 etwas mehr als 8‘000) sind Bezüger von Ergänzungsleistungen zur AHV oder IV. Seit 2005 ist sowohl deren absolute Zahl als auch ihr Anteil an den Personen mit Armutsgefährdung gestiegen. Dies ist sowohl auf die demographische Entwicklung als auch auf die steigenden Gesundheits- bzw. Pflegekosten zurückzuführen.
Demgegenüber hat die Zahl der Sozialhilfebezüger seit 2005 minim abgenommen. Im Jahr 2016 waren knapp 4‘700 Menschen auf Sozialhilfe angewiesen.
Die Zahl der neu aus der Arbeitslosenversicherung ausgesteuerten Personen ist aufgrund der Konjunktur und der Lage auf dem Arbeitsmarkt Schwankungen ausgesetzt. Im Jahr 2016 wurden rund 1‘200 Personen neu ausgesteuert, was fast dem höchsten Wert der gesamten Vergleichsperiode entspricht. Die höchste Zahl an Neuaussteuerungen wurde zwei Jahre nach der Rezession von 2009 verzeichnet.
 

Definition

Anteil der im Kalenderjahr neu ausgesteuerten Personen, Sozialhilfebezüger und Bezüger von Ergänzungsleistungen an der ständigen Wohnbevölkerung:

Grenzen der Aussagekraft

Neben den ausgewiesenen Personengruppen gibt es weitere Personen, die ein erhöhtes Armutsrisiko oder ein erhöhtes Risiko für soziale Ausgrenzung haben. Diese können jedoch statistisch nicht als Gruppe „gefasst“ werden.

Verwandte Indikatoren

G1.1 Anteil Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss
G2.1 Bildungsunterschiede nach Migrationshintergrund
G2.2.a Lohnunterschiede nach Geschlecht
W1.2.c Anteil Stellensuchende
Kontextindikatoren "Gesellschaft"

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Sozialhilfequoten

Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Thurgau

Sozialamt Kanton Thurgau

Sozialversicherungszentrum Kanton Thurgau